PALMYRA

PalmyraDeutschland 2017 | 90 Min. | Dokumentarfilm
Regie, Buch und Kamera: Hans Puttnies
Musik: Daniel Kirschbaum

Im Sommer 2015 wurden die berühmten Tempel von Palmyra in Syrien durch den „Islamischen Staat“ zerstört. Nun begann ein viel größeres Verbrechen: das Assad-Regime bombardierte die direkt daneben liegende moderne Stadt Tadmor und machte die Familien, die von den Denkmälern gelebt hatten, zu Flüchtlingen in Europa. In dem engagiert-politischen Film PALMYRA ergreift Hans Puttnies die Partei dieser Menschen. Er filmte als Einziger vor dem Krieg das Nachleben der Antike in Palmyra: Archäologie und Diktatur im Einklang mit Bildungstourismus. Sein Essayfilm zeichnet kritisch den Weg nach, der zu dem überhöhten „Weltkulturerbe“ führte, das im Krieg allen Parteien als Propaganda dienen konnte – und das doch die geliebte Heimat vieler Menschen war. PALMYRA wirbt am Beispiel der zerstörten Denkmäler für einen anderen Kulturbegriff. Nicht die seltenen Dinge sind wertvoll, sondern die Menschen, die sie mit ihrem Leben überliefern.