Historie

WALTER KIRCHNER (1923-2009) gründete den Filmverleih NEUE FILMKUNST WALTER KIRCHNER 1953 und machte sich um die internationale Filmkunst verdient, indem er nicht nur die Hauptwerke der französischen Nouvelle Vague nach Deutschland holte, sondern sich ebenso für die Verbreitung klassischer damals noch weitgehend unbekannter Werke von u.a. Buster Keaton, Sergej M. Eisenstein, Dziga Vertov, Ernst Lubitsch und Alfred Hitchcock einsetzte sowie das deutsche Kino der Weimarer Republik pflegte und den Filmen einer klassischen Moderne des europäischen Autorenkinos, wie z.B. den Arbeiten von Michelangelo Antonioni, Ingmar Bergmann, Luis Buñuel, Federico Fellini oder Jean-Marie Straub und Danièle Huillet den Weg in die Kinos ebnete.

Er übernahm im August 1957, ein Jahr nach dem Bau der THEATINER FILMKUNST, das Filmtheater und machte es zu einem unschätzbaren Ort cinéastischer Erfahrungen, der eine Vielzahl von Filminteressierten und (zukünftigen) Filmemachern nachhaltig beeinflusste.
Dass Kino-Machen einmal mehr war als das Abspielen von Massenware kann man auch daran erkennen, dass es zu jedem Film der NEUEN FILMKUNST nicht nur ein eigens dafür gestaltetes Plakat gab (von herausragenden Grafikern jener Zeit wie Hans Hillmann oder Isolde Baumgart) sondern auch ein Programmheft, verfasst von namhaften Kritikern wie Frieda Grafe und Enno Patalas.



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