SANSHO DAYU

Sansho Dayu

Sansho Dayu

Japan 1954 – jap. O.m.U. – 124 Min. – Buch: Ogai Mori u.a. – Regie: Kenji Mizoguchi. – Mit Mit Kinuyo Tanaka, Yoshiaki Hanayagi.

Während eines politischen Aufruhrs im 11. Jahrhundert werden die Frau und die beiden Kinder eines in Ungnade gefallenen Beamten von feudaler Tyrannei geknechtet: Die Mutter wird zur Kurtisane gemacht, die Kinder in die Leibeigenschaft verkauft. Nur indem sich die Tochter opfert, gelingt dem Sohn die Flucht aus dem Sklavenheer des Landvogts Sansho, der seinen Ruf als vorbildlicher Lehnsherr durch gnadenlose Ausbeutung sichert. Der Zufall macht aus der Geschichte von Gewalt, Not und Liebe auch eine Erzählung von Rache und Rückkehr – und vom Widerstand gegen eine neue Weltordnung der Vernichtung und Brutalität. Der Film beruht auf einer alten, in Japan sehr bekannten Legende. Mizoguchi, am Zenit seiner Kunst, erzählt sie in langen, fließenden Einstellungen und berauschend schönen Bildern: als singuläres Wechselspiel von raffinierter Eleganz und existenzieller Nüchternheit, als sublimes Gewebe von Bild- und Tonmotiven, das schließlich auf- und wieder zusammengeht in einem Finale von Bejahung, Transzendenz und Ewigkeit.


IN MEMORIAM WALTER KIRCHNER (1923-2009)
In Zusammenarbeit mit dem Werkstattkino e.V.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München



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