ORLY

Piffl Medien - ORLY

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Deutschland/Frankreich 2010 – frz. O.m.U. – 84 Min. – Kamera: Reinhold Vorschneider – Buch und Regie: Angela Schanelec. – Mit Natacha Régnier, Bruno Todeschini, Mireille Perrier, Emile Berling, Jirka Zett, Lina Phyllis Falkner, Maren Eggert, Josse de Pauw.
Zwei Stunden am Flughafen Paris Orly. Eine junge Frau auf dem Weg nach Hause zu ihrem Mann, verliebt sich in einen Fremden. Eine Mutter begleitet ihren Sohn zur Beerdigung des Vaters. Ein junges Paar auf seiner ersten großen Reise verliert sich aus den Augen. Eine Frau wagt erst in der Anonymität der Öffentlichkeit, den Abschiedsbrief ihres Mannes zu lesen.
Sie alle warten auf ihren Flug.
„Mit überraschender Leichtigkeit, mensch­licher Wärme und sanfter Ironie liest Angela Schanelecs Film der Anonymität des Transit- und Warteraums Orly zarte und bewegende Lebensgeschichten ab. Es sind poetische Momente des individuellen Innehaltens in einer davon unberührten dokumentarisch erfassten Welt der flüchtigen Bewegungen.“
#Jurybegründung Deutscher Filmkunstpreis
„Das Kino als Transitraum, ein Film als offenes Gelände: Szenen aus dem alten Pariser Flughafen, es geht ums Warten und wie man dabei die eigenen Ziele in Frage stellt und manchmal auch die eigene Herkunft. Es geht um Trennungen und um das, was bleibt, wenn man auseinandergeht, um all die leeren Wohnungen der Erinnerung. Und womöglich sitzt auch Gott selber unter diesem Volk, aber ohne eine Möglichkeit einzugreifen in ihr Schicksal, das er geschaffen hat. (…) Die Stimmen, denen wir lauschen, sind in diesem Film nicht im Raum, sie sind ganz nah an der Kamera, aber der Blick auf die Menschen, zu denen sie gehören, ist eine Totale.“ SZ

Website zum Film