GORDOS (Die Gewichtigen)

Arsenal - Gordos-Die Gewichtigen

Arsenal - Gordos-Die Gewichtigen

Spanien 2010 – span. O.m.U. – 110 Min. – Kamera: Juan Carlos Gómez (A.E.C.) – Musik: Pascal Gaigne – Buch und Regie: Daniel Sánchez Arévalo. – Mit Antonio de la Torre, Roberto Enríquez, Verónica Sánchez, Raúl Arévalo, Leticia Herrero, Fernando Albizu, María Morales, Pilar Castro, Adam Jezierski, Marta Martín, Teté Delgado.

Gordos ist Pizza, Eiscreme, Schokolade, Süßigkeiten, Kalorien – viele viele Kalorien. Es ist auch Schuld, Verlangen, Furcht, Hoffnung, Träume, Sex, Familie, Liebe … Es bedeutet glücklich zu sein, optimistisch, schrecklich, großartig, sauer, zärtlich, barsch, hell, tief. Es ist eine Komödie, ein Drama, eine Sammlung von Gegensätzen.

Fünf Geschichten, die vom Übergewicht im Alltag handeln: Treffpunkt ist eine Gruppentherapie. Ein Ort, an den die Menschen nicht gehen, um ihr Gewicht zu verlieren, sondern um herauszufinden, warum sie zugenommen haben. Sie wollen erkunden, warum sie ihre Körper nicht mögen. Ihr Gewicht ist nicht das Entscheidende, ihre Körper sind nicht das Entscheidende. Das Übergewicht ist eine Metapher, um über Dinge zu sprechen, die wir jeden Tag „runterschlucken“, und die in uns „wachsen“. Dinge, die wir nur schwer ausdrücken oder akzeptieren können und denen wir uns schon gar nicht stellen.

„Gordos ist ein Spiel, bei dem der Zuschauer erraten muss, wer sich hinter (oder in) der Figur versteckt. Wir spielen alle eine Rolle. Wir schaffen einen Charakter, der uns zu überleben hilft und der sich in den meisten Fällen gegen unsere eigene Freiheit stellt. Wir sind es gewöhnt, den ganzen Tag zu schauspielern. In diesem Film versuchte ich, die Person hinter jeder Figur aufzudecken. Und die Aufgabe des Zuschauers ist es, Szene für Szene, die vielen schützenden Schichten abzutragen, hinter denen sich die Protagonisten verstecken. Den Panzer abzunehmen, der vor äußeren Aggressionen schützen soll. Das Ziel ist, diesen „Betrüger“ zu entlarven, der sich im Grunde nur selbst betrügt. Die richtige Dosis von notwendigem Betrug und obligatorischem Spiel, um überhaupt leben zu können (und das Leben ein wenig zu genießen).“ Daniel Sánchez Arévalo

Website zum Film