TUTTA LA VITA DAVANTI (Das ganze Leben liegt vor dir)

Tutta la vita davanti (Das ganze Leben liegt vor Dir) - Movienet

Tutta la vita davanti (Das ganze Leben liegt vor Dir) - Movienet

 

Italien 2008 – 117 Min. – ital. OmU – Kamera: Nicola Pecorini – Musik: Franco Piersanti – Buch: Paolo Virzì, Francesco Bruni – Regie: Paolo Virzì. – Mit Isabella Ragonese, Sabrina Ferilli, Massimo Ghini, Valerio Mastandrea, Elio Germano, Micaela Ramazzotti.

 

Marta hat ihr Philosophiestudium cum laude abgeschlossen und macht sich enthusiastisch auf die Suche nach einem Job. Sie hat, wie ihre Mutter sagt, ihr ganzes Leben noch vor sich. Doch bald muss sie enttäuscht feststellen, dass die Welt nicht auf sie gewartet hat. Durch Zufall lernt sie das kleine Mädchen Lara kennen, die gemeinsam mit ihrer Mutter Sonia einen Babysitter sucht. Marta sind die beiden sofort sympathisch, und so werden die drei ein Team. Während Sonia in einem Callcenter jobbt, erzählt Marta der kleinen Lara Platons Höhlengleichnis als Gute-Nacht-Geschichte. Als ein Job in der Tagesschicht des Callcenters frei wird, greift Marta beherzt zu.

 

Auch wenn die morgendlichen Motivationsgesänge Marta zu Anfang irritieren, so stellt sie doch fest, dass diese seltsame Welt durchaus ihren Reiz hat. Besonders weil sie merkt, dass sie im Umgang mit Menschen Talent hat. Doch diese Welt hat andere Regeln: Hier sind eher Kenntnisse zu „Big-Brother“ gefragt als philosophische Spitzfindigkeiten.

 

Marta lernt ein anderes Land kennen, das Italien, in dem man auch im Callcenter mit Headset immer schön und glücklich sein muss. Das Italien, in dem die Manipulation anderer das wichtigste Werkzeug für Erfolg darstellt, und in dem die Quote, egal wie sie erzielt wurde, an oberster Stelle steht. Marta lernt das Italien Berlusconis kennen.

 

„Das ganze Leben liegt vor dir ist eine bezaubernde Entdeckung der internationalen Festival-Szene. Ein italienischer Film, der so unitalienisch und italienisch zugleich ist, als hätte man Woody Allen mit Roberto Benigni kombiniert. Paolo Virzì verbindet Traumwelten und Realität, zitiert die Meister Fellini wie Monicelli, und persifliert gleichzeitig das moderne Italien aufs Schärfste.“

 

Website zum Film