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Annex - Bacall AusLiebeZumKino

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Vor sechzig Jahren, am 13. August 1957 wurde die Theatiner Filmkunst in der Theatiner Passage von Walter Kirchner eröffnet, nachdem bereits ein Jahr zuvor das „Film-Cabinett“ dort den Spielbetrieb aufgenommen hatte. Nach Plänen des Kino-Architekten Hans Atzenbeck sen. hatte das bis heute im Originalzustand erhaltene Filmtheater zudem die erste Münchner CinemaScope-Leinwand zu bieten. Bereits ein Jahr später übernahm Marlies Kirchner die Theaterleitung des Hauses, das sie bis heute unermüdlich führt. Dieses Jahr soll diese langjährige, kontinuierliche Arbeit am und im Kino mit nicht weniger als 24 Programmen gewürdigt werden, welche sowohl in der Film- als auch der ganz persönlichen Geschichte der Theatiner Filmkunst und Marlies Kirchner, die das Haus seit 1976 in Eigenverantwortung leitet, eine prägende Rolle spiel(t)en.


TräumWasSchönesVORAUSSICHTLICH AB 17. AUGUST IN ERSTAUFFÜHRUNG:

FAI BEI SOGNI (Träum was Schönes)

Italien 2016 | ital. O.m.U. | 134 Min.
Regie: Marco Bellocchio
Buch: Valia Santella, Edoardo Albinati, Marco Bellocchio
Kamera: Daniele Ciprì
Musik: Carlo Crivelli
Darsteller: Bérénice Bejo, Valerio Mastandrea, Guido
Caprino, Nicolò Cabras, Dario Dal Pero, Barbara Ronchi

Der sensible Junge Massimo, der mit gerade einmal neun Jahren seine Mutter verloren hat, ist auch als Erwachsener noch nicht darüber hinweggekommen. Bis heute begreift Massimo nicht, was damals, an jenem schicksalshaften Tag vor 40 Jahren, passiert ist. Er weiß nur, dass dieses Trauma sein Leben für immer verändert hat. Er meidet persönliche Beziehungen und Bindungen aller Art, versucht die Welt auf Abstand zu halten. Erst die Liebe zu Elisa rüttelt ihn auf und lehrt ihn, dass er das Rätsel seiner Kindheit lösen muss, um einen sicheren Weg ins Leben zu finden.
TRÄUM WAS SCHÖNES – FAI BEI SOGNI mit Bérénice Bejo und Valerio Mastandrea basiert auf dem Roman „Fai Bei Sogni“ des italienischen Autors Massimo Gramellini. Der Film eröffnete 2016 die Directors‘ Fortnight der Filmfestspiele in Cannes und wurde mit Standing Ovations gefeiert.
„Ein Film von emotionaler Einzigartigkeit und Dringlichkeit.“ Hollywood Reporter


EinSackVollMurmelnVORAUSSICHTLICH AB 17. AUGUST IN ERSTAUFFÜHRUNG:

UN SAC DE BILLES (Ein Sack voll Murmeln)

Frankreich/Kanada/Tschechien 2017 | frz. O.m.U. | 113 Min.
Regie: Christian Duguay
Buch: Alexandra Geismar, Jonathan Allouche
Kamera: Christophe Graillot
Musik: Armand Amar
Darsteller: Dorian Le Clech, Batyste Fleurial Palmieri, Patrick Bruel, Elsa Zylberstein, Christian Clavier

Paris, 1941. Weil es in der besetzten Hauptstadt zu gefährlich geworden ist, plant die jüdische Familie Joffo die Flucht nach Südfrankreich, das noch nicht in deutscher Hand ist. Eine gemeinsame Reise wäre zu auffällig, daher schicken die Eltern den zehnjährigen Joseph und seinen älteren Bruder Maurice alleine voraus. Der Weg wird zu einem gefährlichen Abenteuer für die Jungen, denn niemand darf ihre Identität erfahren. Doch dank ihres Mutes und Einfallsreichtums schaffen sie es immer wieder, den Besatzern zu entkommen…
Die berührende Verfilmung des auf der Lebensgeschichte von Joseph Joffo basierenden Bestsellers besticht durch die herausragende Leistung der Schauspieler, allen voran der beiden jungen Hauptdarsteller Dorian Le Clech und Batyste Fleurial Palmieri, die neben renommierten Kollegen wie Patrick Bruel (DER VORNAME) und Christian Clavier (MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER) voll überzeugen.


ChavelaVORAUSSICHTLICH AB 20. AUGUST IN DER SONNTAGSMATINÉE:

CHAVELA

USA/Mexico/Spanien 2017 | span. + engl. O.m.U. | 90 Min.
Regie: Catherine Gund, Daresha Kyi Chavela
Kamera: Catherine Gund, Natalia Cuevas, Paula Gutierrez
Musik: Gil Talmi
Darsteller: Chavela Vargas, Pedro Almodóvar, Elena
Benarroch, Miguel Bosé u.v.a.

Schlich Chavela wirklich spät nachts in die Schlafzimmer von Frauen wie Ava Gardner, um sie ihren Ehemännern abspenstig zu machen? Hatte sie ausufernde Trinkgelage mit ihren Freunden, die von Freitag bis zum darauffolgend Mittwoch dauerten? Lebte sie ein Jahr mit Frida Kahlo und hatte eine leidenschaftliche Romanze mit ihr? Chavelas lustvolle, schmerzliche, musikalische und zutiefst spirituelle Reise zu sich selbst ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Dokumentation. Ein umwerfendes Porträt einer Frau, die es wagte, ihr Leben auf einzigartige Weise zu leben.
Chavela Vargas (1919 – 2012), eine der größten Sängerinnen Lateinamerikas, nahm 80 Alben auf und wurde mit zahlreichen hochkarätigen Preisen ausgezeichnet. Ihr fantastisches Comeback begann mit 72 Jahren, als der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar sie entdeckte und ihre Musik in zahlreichen seiner Filme verwendete.


DasIstUnserLandVORAUSSICHTLICH AB 24. AUGUST IN ERSTAUFFÜHRUNG:

CHEZ NOUS (Das ist unser Land!)

Frankreich/Belgien 2017 | frz. O.m.U. | 118 Min.
Regie: Lucas Belvaux
Buch: Lucas Belvaux, Jérôme Leroy
Kamera: Pierric Gantelmi d‘Ille
Musik: Frédéric Vercheval
Darsteller: Emilie Dequenne, André Dussollier, Guillaume Gouix, Catherine Jacob, Anne Marivin

Pauline arbeitet als Krankenschwester in einer Kleinstadt im Norden Frankreichs. In ihrem Beruf ist sie täglich mit sozialen Missständen konfrontiert. Dr. Berthier, ein charismatischer Arzt, umschmeichelt sie und beginnt, die beliebte, engagierte junge Frau für seine populistischen Ansichten einzunehmen. Pauline lässt sich von ihm für eine aufstrebende nationalistische Partei anwerben, in der Hoffnung in der Lokalpolitik etwas bewirken zu können – und gerät immer tiefer in den Sog des Populismus.
Aufgrund seiner deutlichen Anspielungen auf den rechtsextremen Front National sorgte DAS IST UNSER LAND! in Frankreich für heftige Furore. Der Film legt die Arbeitsmethoden rechtsextremer Parteien offen und liefert damit auch zum deutschen Wahlkampf einen interessanten Diskussionsbeitrag. Das packende Politdrama von Lucas Belvaux ist der Film zum Wahljahr 2017!


RodinVORAUSSICHTLICH AB 31. AUGUST IN ERSTAUFFÜHRUNG:

RODIN (Auguste Rodin)

Frankreich 2017 | frz. O.m.U. | 119 Min.
Regie und Buch: Jacques Doillon
Kamera: Christophe Beaucarne
Musik: Philippe Sarde
Darsteller: Vincent Lindon, Izïa Higelin, Séverine Caneele, Bernard Verley, Anders Danielsen Lie

Paris, 1880. Der so skandalträchtige wie erfolgreiche Künstler Auguste Rodin, der später als einer der größten Bildhauer aller Zeiten gelten sollte, wähnt sich am Ziel seiner Träume: Mit 40 Jahren erhält er seinen ersten Staatsauftrag: Er soll ein Bronzeportal für den Eingang des neuen Kunstgewerbemuseums im Pariser Louvre gestalten. Das gigantische Hochrelief setzt sich aus später so berühmten Skulpturen wie „Der Denker“ und „Der Kuss“ zusammen – eine alles verschlingende Arbeit, die zu Rodins Lebenswerk wird. Eine Phase manischen Schaffens beginnt, die durch Rodins Begegnung mit der hochtalentierten,
24 Jahre jüngeren Camille Claudel noch intensiver wird.
Regisseur Jacques Doillon setzt Rodin mit diesem hoch emotionalen Porträt ein Denkmal jenseits des klassischen Biopics. In den Hauptrollen: Frankreichs gefeierter Charakter-Star Vincent Lindon (DER WERT DES MENSCHEN) und Izïa Higelin (HEUTE BIN ICH SAMBA).


Una_Mujer_FantasticaVORAUSSICHTLICH AB 7. SEPTEMBER IN ERSTAUFFÜHRUNG:

UNA MUJER FANTÁSTICA (Eine fantastische Frau)

Chile/USA/Deutschland/Spanien 2017 | span. O.m.U. 104 Min.
Regie: Sebastián Lelio
Buch: Sebastián Lelio and Gonzalo Maza
Kamera: Benjamín Echazarreta
Musik: Matthew Herbert
Darsteller: Daniela Vega, Francisco Reyes, Luis Gnecco, Alejandro Goic, Antonia Zegers

Marina und Orlando lieben sich und planen eine gemeinsame Zukunft. Sie arbeitet als Kellnerin, der 20 Jahre ältere Geliebte hat ihretwegen seine Familie verlassen. Doch als die beiden nach Marinas ausgelassener Geburtstagsfeier nach Hause kommen, wird Orlando plötzlich blass, reagiert nicht mehr. Im Krankenhaus können die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen. Die Ereignisse überschlagen sich: Marina sieht sich mit den Fragen einer Kommissarin konfrontiert, und Orlandos Familie begegnet ihr mit Wut und Misstrauen. Mit der gleichen Energie, mit der die Transgender-Frau Marina früher dafür gekämpft hat, als Frau zu leben, pocht sie nun erhobenen Hauptes auf ihr Recht zu Trauern. Dabei zeigt der Film die zunehmend ins Abseits gedrängte Protagonistin als starke, lebenskluge – fantastische – Frau.
Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären 2017 für das Beste Drehbuch!


Barfuss_in_ParisVORAUSSICHTLICH AB 7. SEPTEMBER IN ERSTAUFFÜHRUNG:

PARIS PIEDS NUS (Barfuss in Paris)

Frankreich/Belgien 2016 | frz. O.m.U. | 83 Min.
Regie und Buch: Dominique Abel, Fiona Gordon
Kamera: Claire Childéric, Jean-Christophe Leforestier
Darsteller: Dominique Abel, Fiona Gordon, Emmanuelle Riva und Pierre Richard

Fiona, Bibliothekarin aus Kanada, landet in Paris, um ihrer alten, bedürftigen Tante zu Hilfe zu kommen, von der sie einen verwirrten Brief erhalten hat. Doch Fiona verläuft sich und Tante Martha ist plötzlich verschwunden… Das ist der Beginn einer rasanten Verfolgungsjagd durch Paris, bei der Fiona statt ihrer Tante einen neuen Verehrer findet, den Obdachlosen Dom, der nicht mehr von ihrer Seite weicht…
Die Filme der Tänzer Dominique Abel und Fiona Gordon sind durch ihren Bezug zu den Slapstick Anfängen des Kinos etwas ganz Besonderes. In ihrem aktuellen Film ist neben Pierre Richard die kürzlich verstorbene Emmanuelle Riva, die mit Alain Resnais HIROSHIMA MON AMOUR und Michael Hanekes AMOUR unsterblich geworden ist, in einer ihrer letzten Rollen zu sehen.
Eine sehr amüsante, skurrile Komödie im Stil von Jacques Tati!


WieDieMutterSoDieTochterVORAUSSICHTLICH AB 14. SEPTEMBER IN ERSTAUFFÜHRUNG:

TELLE MÈRE, TELLE FILLE (Wie die Mutter, so die Tochter)

Frankreich 2016 | frz. O.m.U. | 94 Min.
Regie: Noémie Saglio
Buch: Agathe Pastorino, Noémie Saglio
Kamera: Pierre Aïm
Musik: -M- alias Matthieu Chedid
Darsteller: Juliette Binoche, Camille Cottin, Lambert Wilson, Michaël Dichter, Catherine Jacob

Avril und ihre Mutter Mado sind zwar ein Herz und eine Seele, könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Avril, 30, ist verheiratet, angestellt und lebt ihr Leben strikt nach Plan, während ihre Mutter seit ihrer Scheidung eine zweite Pubertät durchlebt und ihrer Tochter in jeglicher Hinsicht auf der Tasche liegt. Als sich die beiden Frauen dann auch noch zur gleichen Zeit schwanger unter einem Dach wiederfinden, ist der große Eklat unausweichlich!
WIE DIE MUTTER, SO DIE TOCHTER ist eine berührende und dabei ebenso komische wie tiefgründige Liebeserklärung an alle Mütter und Töchter – und ja, auch an die Väter dieser Welt! Der neue Film mit Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche (SO IST PARIS) und Lambert Wilson (VON MENSCHEN UND GÖTTERN) ist eine köstlich-komische französische Komödie, in der nicht nur die Hormone verrückt spielen.


RadianceVORAUSSICHTLICH AB 14. SEPTEMBER IN ERSTAUFFÜHRUNG:

HIKARI (Radiance)

Frankreich/Japan 2017 | japanisch O.m.U. | 101 Min.
Regie und Buch: Naomi Kawase
Kamera: Arata Dodo
Musik: Ibrahim Maalouf
Darsteller: Ayame Misaki, Masatoshi Nagase, Tatsuya Fuji, Kazuko Shirakawa, Misuzu Kanno, Mantarô Koichi

Misako schreibt mit großer Leidenschaft Hörfassungen von Kinofilmen für Menschen mit Sehbehinderungen. Bei einer Vorführung begegnet sie dem Fotografen Nakamori, der allmählich sein Augenlicht verliert. In seinen Bildern findet sie eine seltsame Verbindung zu ihrer Vergangenheit – gemeinsam entdecken die beiden eine strahlende Welt, die für Misakos Augen bislang unsichtbar war…
Die japanische Filmemacherin Naomi Kawase (KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN, STILL THE WATER) präsentiert mit ihrem neuesten Film eine zärtliche, poetische und dabei überaus bildgewaltige Liebesgeschichte und Hommage an die Kraft des Kinos. Mit insgesamt neun Filmen, die seit 1997 auf den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurden, kann Kawase auf eine beeindruckende internationale Präsenz zurückblicken. Ihr neustes Werk HIKARI sorgte in diesem Jahr mit dem Gewinn des Preises der Ökumenischen Jury an der Côte d‘ Azur für große Aufmerksamkeit.


KuS_Plakat_RZ_A1_02.inddVORAUSSICHTLICH AB 21. SEPTEMBER IN ERSTAUFFÜHRUNG:

TESTRÖL ÉS LÉLEKRÖL (Körper und Seele)

Ungarn 2017 | ungarisch O.m.U. | 116 Min.
Regie und Buch: Ildikó Enyedi
Kamera: Máté Herbai
Musik: Ádám Balázs
Darsteller: Alexandra Borbély, Géza Morcsányi, Réka Tenki, Zoltán Schneider, Ervin Nagy

Maria, die neue Qualitätskontrolleurin am Schlachthof, wird von allen Seiten kritisch betrachtet, sie ist einsilbig und meidet jeglichen Kontakt. Doch dann stellen Maria und einer ihrer Kollegen, Endre, durch einen Zufall fest, dass sie Nacht für Nacht denselben Traum teilen… Verwirrt und erstaunt über diese intime Verbindung suchen die beiden zaghaft auch tagsüber die Nähe des anderen.
Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi erzählt die außergewöhnliche Liebesgeschichte zweier verletzter Seelen in einer kunstvollen Bildsprache, mit zutiefst bewegender Emotionalität und nicht ohne feinsinnig-lakonischen Humor.
KÖRPER UND SEELE wurde auf der Berlinale 2017 mit dem Goldenen Bären, dem Fipresci-Preis des Internationalen Verbandes der Filmkritik und dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichet.
„Eine sensible Liebesgeschichte voller bezaubernder surrealistischer Details.“ Filmdienst


CINEMA ITALIA – das italienische Filmfest
vom 05.10.2017 bis 11.10.2017




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