Vorschau


LoroAb 15. November in Erstaufführung:

LORO (Die Verführten)

Italien 2018 | ital. O.m.U. | 151 Min.
Regie: Paolo Sorrentino
Kamera: Luca Bigazzi
Buch: Paolo Sorrentino, Umberto Contarello
Musik: Lele Marchitelli
Darsteller: Toni Servillo, Elena Sofia Ricci, Riccardo
Scamarcio, Euridice Axen

Italien vor zehn Jahren: Getrieben von der Gier nach Macht und Reichtum, Entgrenzung und ewiger Jugend suchen Politiker wie Zuhälter die Nähe von Ennio Doris. Der Medientycoon versteht als Einziger ihre Ängste und verheißt ihnen in seinen TV-Shows Glück und Spaß, den er ihnen vorlebt.
In Wahrheit brütet der Traumverkäufer mit dem gefärbten Haar einsam auf seiner Sommerresidenz – abgewählt, ausgebrannt, zahn- und ratlos, verfolgt von Anklagen. Doch als er mitbekommt, dass ein Vertrauter in Rom ihn verraten will, erwacht sein Stolz in ihm und er beschließt, die Macht erneut an sich zu reißen.
Oscar-Preisträger Paolo Sorrentino (LA GRANDE BELLEZZA) widmet sich in seinem neuesten Coup dem Leben von Silvio Berlusconi. Mit einem Star-Ensemble der italienischen Schauspielkunst zeigt er ein bildmächtiges, schönheitstrunkenes, schreiend komisches wie abgründig verzweifeltes Fresko unserer Gegenwart.


ColdWarVoraussichtlich ab 22. November in Erstaufführung:

COLD WAR (Der Breitengrad der Liebe)

Polen / Großbritannien / Frankreich 2018
Polnisch O.m.U. | 89 Min.
Regie: Paweł Pawlikowski
Buch: Paweł Pawlikowski, Janusz Głowacki, Piotr Borkowski
Kamera: Łukasz Żal
Musik: Marcin Masecki u.a.
Darsteller: Joanna Kulig, Tomasz Kot, Borys Szyc, Agata Kulesza, Cédric Kahn, Jeanne Balibar

Während des polnischen Wiederaufbaus ist der Komponist Wiktor auf der Suche nach traditionellen Melodien für ein neues Tanz- und Musik-Ensemble. Unter seinen Studentinnen ist die Sängerin Zula, die Wiktor vom ersten Augenblick an elektrisiert. Schön, hinreißend und talentiert ist sie bald der Mittelpunkt des Ensembles. Wiktor und sie verlieben sich ineinander. Doch als das Repertoire der Gruppe zunehmend politisiert wird, nutzt Wiktor einen Auftritt in Ostberlin, um in den Westen zu entkommen. Zula bleibt der verabredeten Flucht fern und doch führt das Schicksal die beiden Liebenden Jahre später erneut zueinander…
Zwischen Heimat und Exil, zwischen Leidenschaft und Verlust sind Frankreich, Jugoslawien und Polen die Schauplätze der fatalen Liebe eines Paares, das vor dem Hintergrund des Kalten Krieges ohne einander nicht leben kann und miteinander keinen Frieden findet.
Der neue Film von Oscar-Preisträger Paweł Pawlikowski (IDA)!


DerDolmetscherVoraussichtlich ab 22. November in Erstaufführung:

TLMOČNÍK (Der Dolmetscher)

Slovakei / Tschechien / Österreich 2018
Deutsch, Slowakisch, Englisch, Russisch O.m.U. | 113 Min.
Regie: Martin Šulík
Kamera: Martin Štrba
Buch: Martin Šulík, Marek Leščák
Musik: Vladimír Godár
Darsteller: Peter Simonischek, Jiří Menzel, Zuzana Mauréry, Eva Kramerová, Anna Rakovska

Der 80-jährige Übersetzer Ali Ungár entdeckt in einem Buch eines SS-Offiziers
ein Kapitel, in dem von der Hinrichtung seiner Eltern die Rede ist. Kurz entschlossen macht er sich mit einer Pistole auf den Weg nach Wien, um den besagten SS-Mann zu suchen und Rache zu nehmen. Doch er trifft nur dessen 70-jährigen Sohn Georg an, einen ehemaligen Lehrer, der seinem Vater ein Leben lang aus dem Weg gegangen ist. Der Besuch weckt Georgs Neugier. Er lädt Ali zu einer Reise durch die Slowakei ein. Nach und nach kommen sich die höchst ungleichen Männer näher und entdecken gemeinsam ein Land, das seine Vergangenheit am liebsten vergessen möchte.
Ein nachdenkliches und unterhaltsames Roadmovie über zwei Männer, die nach und nach ihre Seelenverwandtschaft entdecken, wunderbar und berührend gespielt vom tschechischen Altmeister Jiří Menzel und von Peter Simonischek (TONI ERDMANN).


TEE MIT MUSSOLINIMatineenprogramm Florenz: Sonntag, 25.11.2018 11:00 Uhr

UN TE CON MUSSOLINI (Tee mit Mussolini)

Italien/Großbritannien 1999, 117 min. – 35mm – deutsche Fassung
Regie: Franco Zeffirelli
Buch: John Mortimer, Franco Zeffirelli
Kamera: David Watkin
Darsteller: Cher, Judi Dench, Joan Plowright, Maggie Smith, Lily Tomlin
Musik: Alessio Vlad, Stefano Arnaldi

Florenz 1934: Während Mussolinis Faschisten zunehmend an Macht gewinnen, lässt sich eine kleine Gruppe englischer Ladies nicht aus der Ruhe bringen. Lady Hester, die weltentrückte Arabella und die patente Mary werden unerwartet zu liebevollen Ersatzmüttern für den italienischen Waisen Luca. Als dann noch die schöne, exzentrische Amerikanerin Elsa auftaucht, fühlt sich Luca wie im Paradies. Doch das Glück währt nicht lange: Mussolini weist alle Ausländer aus und die Ladies werden unter Arrest gestellt. Luca muss ins Internat und kehrt erst bei Kriegsbeginn zurück. Jetzt ist es an ihm, seinen Freundinnen zu helfen und vor allem die Jüdin Elsa vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren.
Regisseur Franco Zeffirelli verarbeitet in diesem ebenso humorvollen wie bewegenden Werk eigene Kindheitserlebnisse. Der Film ist hochkarätig besetzt mit u.a. Maggie Smith, Judi Dench und Cher.


DieErbinnenVoraussichtlich ab 29. November in Erstaufführung:

LAS HEREDERAS (Die Erbinnen)

Paraguay / Uruguay / Deutschland / Brasilien / 
Norwegen / Frankreich 2018 | span. O.m.U. | 95 Min.
Regie und Buch: Marcelo Martinessi
Kamera: Luis Armando Arteaga
Darsteller: Ana Brun, Margarita Irún, Ana Ivanova, Nilda Gonzalez, María Martins, Alicia Guerra, Yverá Zayas

Chela und Chiquita, um die 60, sind schon lange ein Paar und über die Jahre in ihren Rollen erstarrt. Während Chiquita das gemeinsame Leben organisiert, verbringt Chela die Tage lieber hinter der Staffelei. Auf sich gestellt ist Chela erst, als Chiquita wegen Überschuldung ins Gefängnis kommt. Sie bietet einen Taxiservice für wohlhabende Damen in der Nachbarschaft an. Dabei lernt sie die junge, lebensfrohe Angy kennen. Die Begegnung lockt Chela aus ihrer Passivität und lässt sie ihre Sehnsüchte neu entdecken…
Das Drama spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung, die Paraguay nach langer Diktatur und der Absetzung der ersten demokratischen Regierung genommen hat und erzählt zugleich eine universelle Geschichte über einen späten Neuanfang. Das Debüt gewann zahlreiche Preise, u.a. zwei Silberne Bären und den FIPRESCI-Preis auf der Berlinale 2018. „Ein fein gearbeitetes, wundervoll umgesetztes Debüt, organisch und persönlich.“ – Variety


DasGrosseTanzfestVoraussichtlich ab 29. November in Erstaufführung:

LE GRAND BAL (Das große Tanzfest)

Frankreich 2018 | frz. O.m.U. | 90 Min.
Regie und Buch: Laetitia Carton
Kamera: Karine Aulnette, Prisca Bourgoin, Laetitia Carton, Laurent Coltelloni, Ton Nicolas Joly, François Waledisch

Seit 30 Jahren kommen jeden Sommer mehr als 2000 Menschen aus ganz Europa in die kleine Stadt Gennetines in der Auvergne, um miteinander zu tanzen. Sieben Tage und acht Nächte lang tanzen sie ununterbrochen – verlieren das Gefühl für die Zeit, trotzen ihrer Müdigkeit und ihren Körpern.
Alle drehen sich, lachen, wirbeln umher, heulen und singen. Sie feiern ein Fest des Lebendigseins. Ob alt oder jung, hier begegnen sich alle Generationen und Lebensstile und erschaffen sich im Tanz eine einzigartige Welt.
Der Film fängt die pure Lebensfreude des Balles ein und stellt dazu persönliche und philosophische Überlegungen zum Tanzen im Allgemeinen an. Die Künstlerin und Dokumentarfilmerin Laetitia Carton kommt dabei den Menschen, die sich Tänzen aus aller Welt hingeben, und den MusikerInnen, die diese Menschen in den Tanz spielen, unglaublich nahe.
„Ein faszinierendes und gelungenes Porträt.“ – Hollywood Reporter


JotaVoraussichtlich ab 6. Dezember in Erstaufführung:

LA JOTA DE SAURA (JOTA – mehr als Flamenco)

Spanien 2016 | span. O.m.U. | 90 Min.
Regie und Buch: Carlos Saura
Kamera: Joaquin Fernández Alemany, Raúl Bartolomé, Raúl Morales
Musik: Alberto Artigas, Giovanni Sollima
Darsteller: Sara Baras, Miguel Ángel Berna, Carlos Núñez, Ara Malikian, Cañizares, Alberto Artigas, Nacho del Río, Francesco Loccisano

Der neue Film von Carlos Saura (SEVILLANAS, FLAMENCO FLAMENCO, FADOS) ist ein Erlebnis für Augen und Ohren! Der Altmeister des Tanzfilms zeigt in seinem Dokumentar-Musical die jahrhundertealte Tradition von Tanz und Musik aus seiner Heimat Aragón. Dabei beeindrucken Musik und Gesang wie auch die überlieferten und modernen Tanzchoreografien in einer unvergesslichen Show.
Die kraftvolle Musik der Jota beeinflusste berühmte Komponisten wie Franz Liszt und Camille Saint-Saëns und ist in vielen spanischen Regionen wie in Mexiko und den Philippinen noch sehr präsent. Multitalent Carlos Saura erzählt hier eine neue Geschichte, die vom Ursprung seiner Heimatmusik und des Tanzes bis zu denen reicht, die sich mit der Zukunft dieser rhythmischen und ansteckenden Musik auseinandersetzen. Der Film ist eine visuelle Reise und lebendiges, einzigartiges historisches Dokument. Ein Muss für alle Flamenco- und Musik-LiebhaberInnen!



VORSCHAU: Matineenprogramm FLORENZ

BSTGS_Lippi_A1_Plakat_596x842mm.inddWir freuen uns sehr, im offiziellen Rahmenprogramm der Ausstellung FLORENZ UND SEINE MALER: VON GIOTTO BIS LEONARDO DA VINCI, die vom 18.10.2018 bis 27.01.2019 in der Alten Pinakothek zu sehen ist, eine Reihe von Sonntagsmatineen präsentieren zu dürfen!

Während der Laufzeit der Ausstellung zeigen wir im Theatiner Film jeden letzten Sonntag im Monat einen ausgewählten Filmklassiker, dessen zentrale Handlung sich in Florenz zuträgt.

https://www.pinakothek.de/florenz

 
 
 

PORTRAIT OF A LADY_XSSonntag, 28.10.2018 11:00 Uhr

PORTRAIT OF A LADY

USA/Großbritannien 1996 – 144 min. – 35mm – engl. m. dt. Untertiteln
Regie: Jane Campion
Buch: Laura Jones, basierend auf Henry James’ Bildnis einer Dame
Kamera: Stuart Dryburgh
Darsteller: Nicole Kidman, John Malkovich, Viggo Mortensen, Martin Donovan, Christian Bale, Barbara Hershey
Musik: Wojciech Kilar

Als die Amerikanerin Isabel Archer 1872 mit ihrer Tante nach Europa aufbricht, erhofft sie sich Unabhängigkeit und Freiheit, die sie aber erst infolge einer Erbschaft in vollen Zügen genießen kann. Obwohl ein britischer Adliger wie auch ein amerikanischer Industrieller um sie werben, entscheidet sie sich zunächst für die Freundschaft zu ihrem kranken Cousin. In Florenz macht sie schließlich die schicksalhafte Begegnung ihres Lebens.
Basierend auf Henry James’ Bildnis einer Dame gelingt es Oscar-Preisträgerin Jane Campion vorzüglich, die Romanvorlage in einen visuell eindrucksvollen und darstellerisch beeindruckenden Bilderreigen zu verwandeln. Eine zweifach Oscar-nominierte Meisterleistung mit Starbesetzung!


TEE MIT MUSSOLINI_XSSonntag, 25.11.2018 11:00 Uhr

UN TE CON MUSSOLINI (Tee mit Mussolini)

Italien/Großbritannien 1999, 117 min. – 35mm – ital./engl. m. dt. Untertiteln
Regie: Franco Zeffirelli
Buch: John Mortimer, Franco Zeffirelli
Kamera: David Watkin
Darsteller: Cher, Judi Dench, Joan Plowright, Maggie Smith, Lily Tomlin
Musik: Alessio Vlad, Stefano Arnaldi

Florenz 1934: Während Mussolinis Faschisten zunehmend an Macht gewinnen, lässt sich eine kleine Gruppe englischer Ladies nicht aus der Ruhe bringen. Lady Hester, die weltentrückte Arabella und die patente Mary werden unerwartet zu liebevollen Ersatzmüttern für den italienischen Waisen Luca. Als dann noch die schöne, exzentrische Amerikanerin Elsa auftaucht, fühlt sich Luca wie im Paradies. Doch das Glück währt nicht lange: Mussolini weist alle Ausländer aus und die Ladies werden unter Arrest gestellt. Luca muss ins Internat und kehrt erst bei Kriegsbeginn zurück. Jetzt ist es an ihm, seinen Freundinnen zu helfen und vor allem die Jüdin Elsa vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren.
Regisseur Franco Zeffirelli verarbeitet in diesem ebenso humorvollen wie bewegenden Werk eigene Kindheitserlebnisse. Der Film ist hochkarätig besetzt mit u.a. Maggie Smith, Judi Dench und Cher.


DER GEIGER VON FLORENZ_XSSonntag, 30.12.2018 11:00 Uhr

DER GEIGER VON FLORENZ

Deutschland 1926 – 83 min – DCP- Stummfilm – schwarz-weiß
Regie und Buch: Paul Czinner
Kamera: Adolf Schlasy, Arpad Viragh, Otto Kanturek
Darsteller: Elisabeth Bergner, Conrad Veidt, Nora Gregor, Walter Rilla, Grete Mosheim, Ellen Plessow
Neue Filmmusik: Uwe Dierksen

Renée liebt ihren Vater über alles, versteht sich aber mit ihrer Stiefmutter nicht. So kommt sie in ein Schweizer Pensionat. In Männerkleidung flieht sie nach Italien und verdient sich als Straßenmusikant in Florenz ein wenig Geld. Ein Maler entdeckt den „Jungen“ als Modell für sein Bild „Geiger von Florenz“, das ein großer Erfolg wird. Auf einer Abbildung erkennt der Vater seine Tochter Renée. Er fährt nach Florenz, um die Tochter zu holen.
Paul Czinner schrieb seiner späteren Ehefrau Elisabeth Bergner die Rolle der Renée auf den Leib, die sie mit einer virtuosen Vielseitigkeit spielt. Viele Szenen drehte er an realen Schauplätzen in Florenz, was dem Film eine besonders freie, moderne Atmosphäre verleiht.
Neu restauriert und mit einer neu komponierten Begleitmusik von Uwe Dierksen erlebte „Der Geiger von Florenz“ eine gefeierte zweite Uraufführung als Eröffnung der Ufa-Filmnächte 2018.


ZIMMER MIT AUSSICHT_XSSonntag, 27.01.2019 11:00 Uhr

A ROOM WITH A VIEW (Zimmer mit Aussicht)

Großbritannien 1986 – 116 min. – 35mm – engl. m. dt. Untertiteln
Regie: James Ivory
Buch: Ruth Prawer Jhabvala, nach dem gleichnamigen Roman von E.M. Forster
Kamera: Tony Pierce-Roberts
Darsteller: Helena Bonham-Carter, Maggie Smith, Denholm Elliott, Julian Sands, Daniel Day-Lewis
Musik: Richard Robbins

Als die wohlerzogene Lucy Honeychurch unter der Obhut ihrer prüden Cousine Charlotte nach Florenz reist, finden sich beide in Zimmern ohne Aussicht wieder. Doch die anderen Gäste Mr Emerson und sein Sohn George versuchen Abhilfe zu schaffen. Die Bekanntschaft des zwar exzentrischen, doch äußert anziehenden jungen Mannes hinterlässt einen starken Eindruck bei Lucy. Auf einem gemeinsamen Ausflug wird sie von George unerwartet und stürmisch geküsst. Zurück im kühlen England verdrängt Lucy ihre Gefühle zunächst und widmet sich ihrem blasierten Verehrer Cecil. Eines Tages taucht George wieder auf ‒ und Lucy erkennt, dass sie ihr romantisches Erlebnis mit ihm noch nicht vergessen hat.
Die zarte Geschichte eines sich öffnenden Herzens, eine ironische Studie englischer Mentalität und zugleich eine atmosphärische Liebeserklärung an das ausgehende viktorianische Zeitalter. ‒ Filmdienst





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