Vorschau


YuliAb 17. Januar 2019 in Erstaufführung:

YULI

Spanien /  Kuba /  GB 2018 | span. O.m.U. | 115 Min.
Regie: Icíar Bollaín
Buch: Paul Laverty
Kamera: Alex Catalán
Musik: Alberto Iglesias
Darsteller: Carlos Acosta, Cesar Domínguez, Carlos Enrique Almirante, Laura De la Uz, Andrea Doimeadiós, Santiago Alfonso, Yerlín Pérez

Kuba, Anfang der 80er Jahre. Carlos ist ein ungestümes, rebellisches Kind. Das meiste, was er vom Leben weiß, hat er auf den Straßen Havannas gelernt. Doch sein Vater Pedro erkennt das außergewöhnliche Talent seines Sohnes, den er nach dem Sohn eines afrikanischen Kriegsgottes nur Yuli nennt: Er kann tanzen wie kein zweiter. Gegen dessen Willen schickt er ihn auf die staatliche Ballettschule. Yuli wird bald zu einem der besten Tänzer seiner Generation und feiert internationale Erfolge. Doch trotz des Ruhms zehrt das Heimweh an ihm. In Folge einer schweren Verletzung geht er zurück nach Kuba. Nach all den Jahren der Entbehrung und Einsamkeit lebt Yuli hier erstmals seinen schier unstillbaren Hunger nach Leben aus – und setzt damit seine Karriere aufs Spiel…
Der neue Film von Icíar Bollaín (EL OLIVO – DER OLIVENBAUM): Ein Biopic, das Grenzen sprengt, über und mit Ballett-Star Carlos Acosta.


capernaumAb 17. Januar in Erstaufführung:

CAPHARNAÜM (Capernaum – Stadt der Hoffnung)

Libanon 2018 | Arabisch O.m.U. | 120 Min.
Regie: Nadine Labaki
Buch: Nadine Labaki, Jihad Hojeily, Michelle Kesrouani
Kamera: Christopher Aoun
Musik: Khaled Mouzanar
Darsteller: Zain Al Rafeea, Yordanos Shifera, Boluwatife Treasure Bankole, Kawthar Al Haddad, Fadi Kamel Youssef, Nadine Labaki

Zain ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben ohne sich um ihn kümmern zu können. Dem Richter schildert er seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfte.
Die Regisseurin Nadine Labaki (CARAMEL) erzählt in visuell eindrucksvollen Kinobildern eine hochemotionale Fabel von den abenteuerlichen Lebensumständen jener, die von einem besseren Leben träumen, aber in unserer Welt keine Chance haben. Ein Film von großer Empathie und Menschlichkeit.
Cannes 2018: Preis der Jury und Preis der Ökumenischen Jury.



VORSCHAU: Matineenprogramm FLORENZ

BSTGS_Lippi_A1_Plakat_596x842mm.inddWir freuen uns sehr, im offiziellen Rahmenprogramm der Ausstellung FLORENZ UND SEINE MALER: VON GIOTTO BIS LEONARDO DA VINCI, die vom 18.10.2018 bis 03.02.2019 in der Alten Pinakothek zu sehen ist, eine Reihe von Sonntagsmatineen präsentieren zu dürfen!

Während der Laufzeit der Ausstellung zeigen wir im Theatiner Film jeden letzten Sonntag im Monat einen ausgewählten Filmklassiker, dessen zentrale Handlung sich in Florenz zuträgt.

https://www.pinakothek.de/florenz

 
 
 

ZIMMER MIT AUSSICHT_XSSonntag, 27.01.2019 11:00 Uhr

A ROOM WITH A VIEW (Zimmer mit Aussicht)

Großbritannien 1986 – 116 min. – 35mm – engl. m. dt. Untertiteln
Regie: James Ivory
Buch: Ruth Prawer Jhabvala, nach dem gleichnamigen Roman von E.M. Forster
Kamera: Tony Pierce-Roberts
Darsteller: Helena Bonham-Carter, Maggie Smith, Denholm Elliott, Julian Sands, Daniel Day-Lewis
Musik: Richard Robbins

Als die wohlerzogene Lucy Honeychurch unter der Obhut ihrer prüden Cousine Charlotte nach Florenz reist, finden sich beide in Zimmern ohne Aussicht wieder. Doch die anderen Gäste Mr Emerson und sein Sohn George versuchen Abhilfe zu schaffen. Die Bekanntschaft des zwar exzentrischen, doch äußert anziehenden jungen Mannes hinterlässt einen starken Eindruck bei Lucy. Auf einem gemeinsamen Ausflug wird sie von George unerwartet und stürmisch geküsst. Zurück im kühlen England verdrängt Lucy ihre Gefühle zunächst und widmet sich ihrem blasierten Verehrer Cecil. Eines Tages taucht George wieder auf ‒ und Lucy erkennt, dass sie ihr romantisches Erlebnis mit ihm noch nicht vergessen hat.
Die zarte Geschichte eines sich öffnenden Herzens, eine ironische Studie englischer Mentalität und zugleich eine atmosphärische Liebeserklärung an das ausgehende viktorianische Zeitalter. ‒ Filmdienst



PalermoFlüstertAb 27. Januar
Sonntag 27. Januar 17:45 Uhr in Anwesenheit von Prof. Dr. Leoluca Orlando und Regisseur Wolf Gaudlitz:

PALERMO FLÜSTERT

Deutschland 2001 | dt. + ital. O.m.U. | 90 Min.
2018 in das deutsche Filmerbe aufgenommen und neu restauriert und digitalisiert
Regie und Buch: Wolf Gaudlitz
Kamera: Gerado Milsztein, Carolin Dassel
Musik: Toti Basso
Darsteller: Mimmo Cuticchio, Francesco Di Gangi,
Simone Genovese, Sergio Lo Verde, u.a.

Sizilien – Palermo. Eine atemlose Reise auf die spannendste Insel der Welt. Mimmo, der Erzähler des Films, ist ein Dichter. Sein Vater war ein Boss. Als Jugendlicher musste er wiederholt miterleben, wie Gewalt und Morde in Palermo geschahen. Er wollte aber nicht schweigen und die Mörder anklagen. Der einzige „Komplize“ an der Seite seines Gewissens war das noch ungeschriebene Blatt Papier. Auf ihm hielt er alles fest. Als Familienmitglieder die Aufzeichnungen entdeckten, hatte er nur die Wahl als Zeuge umgebracht oder in die Verbannung geschickt zu werden. Nach langen Jahren die Wiederbegegnung, die Aufarbeitung seiner mit Geschichten überhäuften Stadt – Palermo: Mimmos letzte Reise an diesen faszinierenden Ort.
Prof. Dr. Leoluca Orlando, legendärer Bürgermeister der sizilianischen Metropole, Anti-Mafia-Kämpfer, Menschenrechtler und frisch gekürter Heinrich-Heine-Preis-
träger wird mit Regisseur Wolf Gaudlitz im Anschluss ein Filmgespräch führen.


ab_heute_sind_wir_ehrlichVoraussichtlich ab 31. Januar:

L‘ORA LEGALE (Ab heute sind wir ehrlich)

Italien 2017 | ital. O.m.U. | 92 Min.
Regie: Salvo Ficarra, Valentino Picone
Buch: Salvo Ficarra, Valentino Picone, Edoardo De Angelis, Nicola Guaglianone, Fabrizio Testini
Kamera: Ferran Paredes Rubio
Musik: Carlo Crivelli
Darsteller: Salvo Ficarra, Valentino Picone, Leo Gullotta, Vincenzo Amato, Tony Sperandeo, Sergio Friscia, u.a.

Die Kleinstadt Pietrammare in Sizilien leidet unter der Misswirtschaft des langjährigen korrupten Bürgermeisters Gaetano Patanè, der alle Tricks kennt und politische Gegner rechtzeitig auszuschalten versteht. Bei den anstehenden Wahlen traut sich einzig der integre, aber unerfahrene Lehrer Pierpaolo Natoli als Außenseiter gegen ihn anzutreten. Patanè ist siegessicher, doch das Wunder geschieht: Die Einwohner haben die Nase voll und wählen Natoli zum neuen Bürgermeister. Der hält sein Wahlversprechen und regiert die Stadt ab sofort kompromisslos nach den Prinzipien von Ordnung, Ehrlichkeit und Gesetzestreue. Schon bald ebbt die erste Begeisterung ab und manche beginnen, sich das alte, bequemere System zurück zu wünschen…
Mit der frechen politischen Satire AB HEUTE SIND WIR EHRLICH trifft das sizilianische Komikerduo Salvo Ficarra und Valentino Picone voll ins Schwarze.
Der Publikumsliebling bei Cinema Italia 2017!


PalmyraVoraussichtlich ab 31. Januar in Erstaufführung:

PALMYRA

Deutschland 2017 | 90 Min. | Dokumentarfilm
Regie, Buch und Kamera: Hans Puttnies
Musik: Daniel Kirschbaum

Im Sommer 2015 wurden die berühmten Tempel von Palmyra in Syrien durch den „Islamischen Staat“ zerstört. Nun begann ein viel größeres Verbrechen: das Assad-Regime bombardierte die direkt daneben liegende moderne Stadt Tadmor und machte die Familien, die von den Denkmälern gelebt hatten, zu Flüchtlingen in Europa. In dem engagiert-politischen Film PALMYRA ergreift Hans Puttnies die Partei dieser Menschen. Er filmte als Einziger vor dem Krieg das Nachleben der Antike in Palmyra: Archäologie und Diktatur im Einklang mit Bildungstourismus. Sein Essayfilm zeichnet kritisch den Weg nach, der zu dem überhöhten „Weltkulturerbe“ führte, das im Krieg allen Parteien als Propaganda dienen konnte – und das doch die geliebte Heimat vieler Menschen war. PALMYRA wirbt am Beispiel der zerstörten Denkmäler für einen anderen Kulturbegriff. Nicht die seltenen Dinge sind wertvoll, sondern die Menschen, die sie mit ihrem Leben überliefern.


VersprechenVoraussichtlich ab 7. Februar in Erstaufführung:

LA PROMESSE DE L’AUBE (Frühes Versprechen)

Frankreich 2017 | frz. O.m.U. | 131 Min.
Regie: Eric Barbier
Buch: Eric Barbier, Marie Eynard nach dem Roman von Romain Gary „Frühes Versprechen“
Kamera: Glynn Speeckaert
Musik: Renaud Barbier
Darsteller: Charlotte Gainsbourg, Pierre Niney, Jean-Pierre Darroussin, Didier Bourdon

Ein Wunderkind sollte er werden und die Welt ihm zu Füßen liegen: FRÜHES VERSPRECHEN enthüllt das fabelhafte Leben des Schriftstellers und Diplomaten Romain Gary, gespielt von Nachwuchsstar Pierre Niney (FRANTZ). Von seiner schweren Kindheit in Polen über seine Jugend in Nizza bis hin zu den Heldentaten in Afrika während des Zweiten Weltkriegs und seiner Ehe mit der Schauspielerin Jean Seberg … Damit übertrifft er sogar mütterliches Wunschdenken. Denn es ist die unerschütterliche Liebe seiner exzentrischen Mutter Nina, brillant verkörpert von Charlotte Gainsbourg (TROIS COEURS), die ihn antreibt und zu einem der größten Romanciers des 20. Jahrhunderts macht. Von diesem Band zwischen Mutter und Sohn erzählt die Romanverfilmung als Hommage an die wohl verrückteste und zugleich liebevollste Mutter der Welt.
„… das Duo Charlotte Gainsbourg – Pierre Niney ist außergewöhnlich … Dieser wunderbare Film wird Sie nicht kalt lassen.“ ELLE


ImpulsoVoraussichtlich ab 14. Februar 2019 in Erstaufführung:

IMPULSO

Frankreich / Spanien 2017 | span. O.m.U. | 85 Min.
Dokumentarfilm
Regie und Buch: Emilio Belmonte
Kamera: Dorian Blanc, Thomas Brémond
Mit: Rocía Molina

Antrieb, Schwung, Trieb … Impulso! Die junge spanische Tänzerin und Choreographin Rocía Molina tanzt Flamenco seit ihrer frühen Kindheit. In ihrem eigenen persönlichen Stil – Impulso – vereint sie traditionelle und avantgardistische Elemente zu einer grandiosen Flamenco-Improvisation. Der Dokumentarfilmer Emilio Belmonte begleitet sie und ihre Musiker acht Monate lang bei der spannungsgeladenen Vorbereitung auf ihren großen Auftritt im Pariser Théâtre National de Chaillot: Caída del Cielo.
Rocío Molina gilt als Erneuerin des Flamenco. Auf sehr persönliche Weise vereint sie traditionelle mit avantgardistischen Elementen in ihren Programmen. IMPULSO zeigt, warum Molina eine Tänzerin ausserhalb der Norm ist, das Enfant terrible des modernen Flamencos.
„Ein Impuls bewegt zuerst den Körper, dann erreicht er den Geist. Dadurch enthüllt er die ganze Wahrheit eines Moments.“ Rocía Molina


Die Blüte des EinklangsVoraussichtlich ab 14. Februar in Erstaufführung:

VISION (Die Blüte des Einklangs)

Japan / Frankreich 2018 | engl. + japan. O.m.U. | 110 Min.
Regie und Buch: Naomi Kawase
Kamera: Arata Dodo
Musik: Makoto Ozone
Darsteller: Juliette Binoche, Masatoshi Nagase, Takanori Iwata, Mirai Moriyama, Mari Natsuki, Minami, Kazuko Shirakawa, Jiji Boo

Die Französin Jeanne reist nach Japan und begibt sich in den undurchdringlichen Wäldern der Yoshino-Berge auf die Suche nach der geheimnisvollen Heilpflanze Vision, die der Legende nach nur einmal alle 997 Jahre blüht und besondere Kräfte besitzen soll. Während ihrer Reise trifft Jeanne auf Tomo, der als Aussteiger im Wald lebt. Auch er bemerkt beunruhigende Veränderungen in den Bergen … Ein Jahrtausendereignis kündigt sich an und Jeanne kommt auf den Spuren ihrer Vergangenheit nicht nur Tomo, sondern auch der Essenz der menschlichen Existenz sehr nahe.
Der neue Film von Regisseurin Naomi Kawase (KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN) mit der französischen Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche (MEINE SCHÖNE INNERE SONNE) in der Hauptrolle ist eine hinreißend märchenhafte Reise ins Innere der menschlichen Seele. Kawase schafft eine einzigartige Atmosphäre unbeschreiblicher Mystik, in der Natur und Leben ihren Einklang finden.


Königlicher TauschVoraussichtlich ab 28. Februar in Erstaufführung:

L`ÉCHANGE DES PRINCESSES (Ein königlicher Tausch)

Frankreich / Belgien 2017 | frz. O.m.U. | 100 Min.
Regie: Marc Dugain
Buch: Marc Dugain, nach einem Roman von Chantal Thomas
Kamera: Gilles Porte
Musik: Marc Tomasi
Darsteller: Lambert Wilson, Anamaria Vartolomei, Olivier Gourmet, Catherine Mouchet, Kacey Mottet-Klein, Igor van Dessel, Juliane Lepoureau, Maya Sansa, Andréa Ferreol

Frankreich, 1721: Um den Frieden mit Spanien zu besiegeln, fädelt der Regent Herzog Philipp von Orléans einen Prinzessinnentausch ein. Er will den elfjährigen französischen König Ludwig XV. mit der erst vier Jahre alten Tochter des spanischen Königs verheiraten. Im Gegenzug soll die zwölfjährige Tochter Philipps die Gemahlin des jungen spanischen Thronfolgers werden. Madrid willigt ein und schon bald findet der Austausch der beiden Prinzessinnen statt. Doch die königlichen Strategen haben die Rechnung ohne die Vermählten gemacht – denn diese haben ihren eigenen Willen …
Nach einem Roman von Bestsellerautorin Chantal Thomas (LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN!), und basierend auf wahren Ereignissen, zeichnet der französische Regisseur Marc Dugain ein treffendes Sittenbild des Adels im 18. Jahrhundert. Ein mitreißendes, toll besetztes Historiendrama mit humorvollen Untertönen, das durch aufwändige Ausstattung und prachtvolle Kostüme beeindruckt!


Nome di donnaVorankündigung:
Bundesstart am 7. März zum Weltfrauentag am 8. März 2019

NOME DI DONNA

Italien 2018 | ital. O.m.U. | 90 Min.
Regie: Marco Tullio Giordana
Buch: Marco Tullio Giordana, Cristiana Mainardi
Kamera: Vincenzo Carpineta
Musik: Dario Marianelli
Darsteller: Cristiana Capotondi, Marco Maria Torri,
Bebo Storti, Adriana Asti, Renato Sarti, Anita Kravos, Michela Cescon

Nina, eine junge alleinerziehende Mutter, verliert in Mailand ihren Job als Restauratorin. Sie findet Arbeit im Institut Baratta, einem luxuriösen kirchlichen Pflegeheim in der Lombardei, und taucht dort in eine elegante, fast märchenhafte Welt ein. Doch unter der schönen Oberfläche ist ein düsteres Geheimnis verborgen. Als Nina das entdeckt, ist sie gezwungen, sich gegen ihre Kolleginnen zu stellen. Sie muss sich gegen den Direktor des Instituts behaupten, um ihre Rechte durchzusetzen und ihre Würde zu behalten.
Die herausragende, eindrückliche Erzählung von Marco Tullio Giordana und Cristiana Mainardi schildert das lange unterdrückte Problem der sexuellen Belästigung im Berufsalltag, die Ausnutzung von Führungspositionen, aber auch das Schweigen betroffener Frauen.
Der Mailänder Regisseur ist mit früheren Arbeiten wie CENTO PASSI (HUNDERT SCHRITTE) bereits in Venedig und Cannes ausgezeichnet worden.




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